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Kinderakademie Heidelberg

Mathe und Chinesisch besonders beliebt

Am 11. Februar beginnen an der Kinderakademie Heidelberg die Kurse für hochbegabte Grundschulkinder

Endlich ist es so weit: Nun gibt es auch in Heidelberg mit der neuen Kinderakademie ein Lern- und Förderangebot für hochbegabte Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und zehn Jahren.

Nach einem aufwändigen Testverfahren, für das die Heidelberger Grundschullehrerinnen und -lehrer 110 Zweit- bis Viertklässler vorgeschlagen hatten, konnten 47 Jungen und Mädchen ausgewählt werden, die einen Intelligenzquotienten von 130 und mehr haben – Grundvoraussetzung für die Aufnahme in die Kinderakademie.

Noch vor den Faschingsferien luden Bürgermeister Dr. Joachim Gerner und Detlev Böhme, Geschäftsführer der Kinderakademie, alle ausgewählten Kinder und ihre Eltern zur Auftaktveranstaltung in die Wilckensschule ein. Hier konnten die Kinder aus 15 verschiedenen Kursangeboten ihre drei Favoriten auswählen, von denen sie schließlich einem zugeteilt werden. Kein leichtes Unterfangen, denn alles war so neu und interessant! Geboten werden in diesem Jahr Mathematik, Experimentieren, Chinesisch, Astronomie, Schach, Biologie, Botanik, Naturwissenschaften, Philosophie, Kunst, Literatur und Museumspädagogik. Nach ersten Erhebungen sind Mathe, Chinesisch und Astronomie besonders begehrt. Start der Kurse ist am 11. Februar.

Ziel der Kinderakademie Heidelberg ist es, hochbegabten Grundschulkindern außerhalb des normalen Schulunterrichts ein qualifiziertes Kurs- und Lernprogramm anzubieten, das sie in ihrer fachlichen und persönlichen Entwicklung unterstützt. Trägerin ist die Stadt Heidelberg. Kooperationspartner sind die Universität Heidelberg und das Land Baden-Württemberg. Finanziell unterstützt wird das Projekt vom Lions Club Heidelberg.

Für Bürgermeister Dr. Joachim Gerner ist die Kinderakademie ein „wichtiger Baustein in der Profilierung Heidelbergs als zukunftsweisender Bildungsstandort“. Sie schließe eine Lücke in der kontinuierlichen Förderung vom Vorschulbereich bis zum Studium. Mit seiner Frage „Und wo bleiben die Mädchen?“ machte Gerner auf ein erstaunliches Ergebnis aufmerksam, das anschließend noch recht lebhaft diskutiert wurde. Denn unter den 47 ausgewählten Kindern sind 80 Prozent Jungen und nur 20 Prozent Mädchen.

Detlev Böhme erklärte es so: „Die Jungen sind immer am unteren und oberen Rand der Leistungsskala stärker vertreten, die Mädchen bewegen sich mehrheitlich im Mittelfeld.“ Viele erkennen hier jedoch eher das unterschiedliche Verhalten von Jungen und Mädchen: „Auch bei auffällig hoher Intelligenz verhalten die Mädchen sich häufig so unauffällig, dass ihre Hochbegabung gar nicht erst entdeckt wird“, so die Chinesisch-Lehrerin.

Alles in Allem jedenfalls ein sehr gelungener Auftakt, die Eltern sind sehr dankbar und freuen sich über das neue (kostenfreie!) Angebot, die Kinder sind natürlich sehr gespannt, was sie erwartet. (ck)