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Kinderakademie Heidelberg

Pädagogische Grundlagen

Die Grundlagen für die Förderung aller Kinder jedweder Begabungsrichtung haben in Baden-Württemberg Gesetzesrang. Im Schulgesetz von Baden-Württemberg (§1, Abs. 1) wird bestimmt, dass „jeder junge Mensch ... das Recht auf eine seiner Begabung entsprechenden Erziehung und Ausbildung hat ...“. Dies gilt nicht nur für Kinder mit Lernschwierigkeiten sondern in gleichem Maße auch für überdurchschnittlich intelligente Schülerinnen und Schüler.
 
Näheres regelt eine Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums vom 08. März 1999 mit dem Titel „Kinder und Jugendliche mit Behinderungen und besonderem Förderbedarf“ und ergänzt diese Bestimmungen:
 
Mit dem Symposium „Begabungen fördern – Hochbegabte Kinder in der Grundschule“ am 12. Mai 1998 in Stuttgart, welches das Kultusministerium B.-W. gemeinsam mit dem „Landesverband der Gesellschaft für das hochbegabte Kind“ organisierte und durchführte, wurde der Startschuss für ein Maßnahmenbündel im Primarbereich gegeben, um Kindern mit hoher Intelligenz in der Grundschule mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Zur besonderen Förderung im Grundschulbereich zeichnen sich drei erfolgreiche Maßnahmen ab:
 
1) Überdurchschnittlich intelligenten Kindern eine ihren Fähigkeiten gerecht werdende frühere Einschulung und das Überspringen von Klassen zu ermöglichen, also eine Beschleunigung des Schulverlaufs (Akzeleration).
 
2) Überdurchschnittlich intelligenten Kinder im Rahmen des Unterrichts durch ein speziell ihrem Leistungsvermögen angepasstes Lernangebot zu fordern , also Bereitstellung eines qualitativ anspruchsvollen zusätzlichen Angebots (Enrichment).
 
3) Überdurchschnittlich intelligenten Kindern außerunterrichtliche Zusatzangebote zu bieten (z. B. durch „Denk-AG’n“, „Kinder- und Jugendakademie“-Angebote, Angebote der „Kinder-Universität“), die geeignet sind, den außergewöhnlichen Interessen und dem außerordentlichen Wissensdurst dieser Kinder zu entsprechen.
 
Für die Maßnahmen in Ziff. 1 und Ziff. 2 wurden wesentliche Rahmenbedingungen (Änderung des Schulgesetzes 1997 und Änderung der Grundschulversetzungsordnung 1998) verbessert. In pädagogisch besonders begründeten Fällen ist es nun auch möglich,
 
• ein Kind vorzeitig einzuschulen,
• ein Kind direkt in das 2. Schuljahr einzuschulen,
• ein Kind während der Grundschulzeit zweimal eine Klasse überspringen zu lassen,
• einem Kind am Ende des 3. Schuljahres mit einer entsprechenden Empfehlung den Übergang ins  
  5. Schuljahr des Gymnasiums zu ermöglichen.
 

Kultusministerium Baden-Württemberg